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Kapitalarten

Zwei Mitarbeiter in orangen Schutzjacken besprechen sich am Dach des Flughafens neben Solarpanelen

Herausforderung Generationenwandel

What a difference 3 years make

Von 2015 bis 2018 ist die Zahl der Beschäftigten auf dem Flughafen-Campus um durchschnittlich drei pro Tag gestiegen. Viele erfahrene Mitarbeiter werden sich jedoch in den nächsten Jahren in den verdienten Ruhestand verabschieden. Die FMG begegnet dieser Herausforderung mit einer Strategie, die sich an den Werten jüngerer Generationen orientiert und einen strukturierten Wissenstransfer fördert.

34.720 Beschäftigte auf dem Flughafen-Campus 2015
+3,2 % Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate
38.0901 Beschäftigte auf dem Flughafen-Campus 2018

1Zahlen aus aktueller Beschäftigtenerhebung 2018

Demografische Herausforderung und Kulturwandel

Bedeutender Arbeitgeber

So viel Airport steckt in der Region

Mit 10.109 Mitarbeitern1 ist der Flughafen München Konzern nach der Deutschen Lufthansa AG der zweitgrößte Arbeitgeber am Standort. Insgesamt arbeiten mehr als 38.000 Menschen am Airport. Gegenwärtig entstehen statistisch betrachtet täglich drei neue Jobs am Münchner Flughafen.2 Der benachbarte Arbeitsagenturbezirk Freising, der auch die Landkreise Dachau, Ebersberg und Erding umfasst, weist mit durchschnittlich 1,9 Prozent eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten Deutschlands auf. Dies entspricht praktisch einer Vollbeschäftigung und spiegelt die große Bedeutung des Flughafens München für den regionalen Arbeitsmarkt wider. Jedes vierte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnis in den Landkreisen Freising und Erding ist am Flughafen. Das Lohnniveau am Münchner Flughafen liegt zudem über den Durchschnittswerten aus verwandten Branchen im Verkehrs- oder Dienstleistungsbereich.

1 Inklusive Auszubildenden

2 Beschäftigtenerhebung 2018

518 Unternehmen sind am Flughafen München angesiedelt.

Flughafen München erstmals unter den Top-3-Arbeitgebern

In einer bundesweiten Untersuchung belegte die FMG im Ranking der 1.000 besten deutschen Arbeitgeber den dritten Platz. Gemeinsam mit dem Bewertungsportal kununu ermittelt Focus-Business alljährlich neben dieser Gesamtsicht auch die Branchenbesten: In der Kategorie »Verkehr, Transport und Logistik« rangiert die FMG bereits zum fünften Mal in Folge auf dem ersten Platz. In die Bewertungen der Arbeitnehmer flossen sowohl objektive Kriterien wie Gehalt, Sozialleistungen und Weiterbildungsangebote als auch subjektive Beurteilungen zu Arbeitsatmosphäre, Work-Life-Balance und anderen Faktoren ein.

Zwei Mitarbeiter am knien in neon-gelber Schutzkleidung auf dem Rollfeld über einer gelben Bodenmarkierung
Drei neue Jobs pro Tag entstanden am Flughafen München seit 2015.

Weitsichtige Personalpolitik

Fünf Handlungsfelder

Der Flughafen München legt Wert auf eine Personalpolitik, die sowohl den Menschen als auch die Unternehmensentwicklung im Blick hat. Deshalb orientiert sich das langfristig ausgerichtete Personalkonzept an der aktuellen Geschäftssituation und Unternehmensstrategie sowie an gesellschaftlichen Megatrends wie demografischer Wandel, Diversity, Digitalisierung, Individualisierung, Mobilität, Gesundheit und Bildung. Die Personalstrategie legt wichtige Ziele für das Personalmanagement fest. Diese werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Die größten personalpolitischen Herausforderungen für die kommenden Jahre sind die demografische Entwicklung, der Fachkräftemangel auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt sowie die digitale Transformation und der damit verbundene nötige Kulturwandel innerhalb des Konzerns. Die FMG hat fünf Handlungsfelder identifiziert, um diesen Aufgaben zu begegnen:

  • Mitarbeitergewinnung
  • Mitarbeiterentwicklung
  • Mitarbeiterbindung und Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit
  • Prozessoptimierung durch Digitalisierung, Automatisierung und Standardisierung
  • Überprüfung des Leistungsportfolios im Konzern

Kurz nachgefragt

Mitarbeitergewinnung

Dr. Robert Scharpf in einem dunkelblauen Anzug blickt gerade in die Kamera
Dr. Robert Scharpf Leiter des Konzernbereichs Personal und Generalbevollmächtigter

Herr Dr. Scharpf, wie charakterisieren Sie den Münchner Airport als Arbeitgeber?

Unser Markenkern ist »Verbindung leben«. Wir gehen mit den Kolleginnen und Kollegen eine verlässliche Verbindung ein, bieten spannende Herausforderungen und einen faszinierenden Arbeitsplatz in der urbanen und innovativen Airport City.

Mit dem demografischen Wandel steigt der Bedarf an neuen Mitarbeitern. Was fordert der Flughafen von potenziellen Kollegen?

Das Airport-Business ist eine sehr komplexe Angelegenheit. Die Bereitschaft, bereichsübergreifend zu denken und zu arbeiten, ist unerlässlich. Das erfordert in den meisten Tätigkeiten Soft Skills wie Perspektivwechsel, Kommunikation und Konfliktlösung. Teamspirit ist in der Flughafenfamilie ein maßgeblicher Erfolgsfaktor. Im Idealfall arbeiten verschiedene Mitarbeitergenerationen zusammen und lernen voneinander.

Welche Erwartungen bringen jüngere Generationen zum Bewerbungsgespräch mit?

Bewerber kommen heute deutlich selbstbewusster zu uns – nachvollziehbar, denn es herrscht faktisch Vollbeschäftigung in der Region. Flexible Arbeitszeit, Kollegenzusammenhalt, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeiten und natürlich die Vergütung sind wichtig.

»Zukunftsprogramm Demografie« bringt Klarheit

Durch rentenbedingte Austritte und spontane Fluktuation entsteht für den Konzern bis 2030 ein Besetzungsbedarf von über 13.000 Mitarbeitern, der angesichts des Fachkräftemangels in der Flughafenregion und im Großraum München kaum zu decken sein wird. Deshalb hat die FMG das »Zukunftsprogramm Demografie« ins Leben gerufen. Ziel des Programms ist es, die zu erwartende demografische Entwicklung auf Basis der Altersstruktur zu konkretisieren und geeignete Gegenmaßnahmen abzuleiten – sowohl mit speziellen Initiativen für stark betroffene Bereiche als auch durch übergreifende Maßnahmen mit Strahlkraft in den gesamten Konzern. Die Gewinnung neuer Mitarbeiter durch ein hervorragendes Arbeitgeberimage und zielgruppenspezifische Ansprache am Arbeitsmarkt, die Bindung der aktuellen Belegschaft an das Unternehmen durch attraktive Beschäftigungsbedingungen oder die Kompetenzentwicklung der einzelnen Berufsgruppen im Unternehmen sind dabei ein Teil der Lösung. Angesichts des angespannten Arbeitsmarkts müssen andere Aktivitäten auch darauf abzielen, trotz weniger verfügbaren Personals effizient und erfolgreich zu bleiben. Die systematische Vorgehensweise im »Zukunftsprogramm Demografie« veranschaulicht die personalpolitische Herausforderung für das Unternehmen und macht die Handlungsfelder transparent.

In den letzten Jahren ist das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter in den Vordergrund gerückt.

Altersstruktur im Konzern1

Altersstruktur im Konzern 2017 bis 2019, 2019: 1.538 Personen unter 30 Jahre, 5.056 Personen zwischen 30 und 50 Jahren und 3.212 Personen über 50 Jahre
1 Ohne Auszubildende, ohne geringfügig Beschäftigte, ohne Leiharbeitnehmer und ohne Praktikanten

Fachkräftemangel fordert Personalpolitik heraus

Dem kontinuierlichen wirtschaftlichen Wachstum der vergangenen Jahre begegnete das Unternehmen immer auch mit Personalwachstum und war bislang damit erfolgreich. Langfristig muss das Unternehmen jedoch in der Lage sein, weiteres Unternehmenswachstum auch ohne gleichzeitiges Mitarbeiterwachstum abzubilden. In technischen und IT-Berufen sowie im operativen Bereich bei der Passagier- und Flugzeugabfertigung ist der Fachkräftemangel mittlerweile deutlich spürbar. Es sind große Anstrengungen im Recruiting und HR-Marketing erforderlich, um neues Personal zu gewinnen. Veränderte Kompetenzanforderungen machen es zudem erforderlich, die Belegschaft mit innovativen Personalentwicklungskonzepten auf die Nutzung neuer Technologien und zukünftige Arbeitsweisen vorzubereiten. Um die Mitarbeiter beschäftigungsfähig zu halten, sind außerdem bedarfsorientierte Präventions- und Gesundheitsmaßnahmen nötig. Neue Generationen wiederum bringen andere Erwartungen an Arbeitsformen, an die Zusammenarbeit und Führung ins Unternehmen, die sich in der Personalpolitik wiederfinden müssen. Technologie und Digitalisierung können, neben den Auswirkungen auf Arbeitsweise und Kultur, auch dazu beitragen, Prozesse noch effizienter zu gestalten.

Daten und Fakten

Personalaufwand

1 Inklusive Aufwendungen für Fahrtkostenerstattung und Essensgeldzuschüsse

Ziel 2020
Weiterbildungsangebote für Beschäftigte mit unterschiedlicher digitaler Affinität schaffen

Kurz nachgefragt

Aktiver Wissenstransfer

Gerhard Holuba lächelt in einem dunklen Anzug in die Kamera
Gerhard Holuba Leiter Ausbildungsmanagement

Herr Holuba, viele Kollegen verlassen in den nächsten Jahren altersbedingt den Arbeitgeber Flughafen. Welche Herausforderungen kommen mit dem Generationenwandel?

Für uns sind sowohl Erfahrungswissen als auch das Know-how zu neuen Technologien und Arbeitsformen enorm wichtig. Wenn wir den Wissenstransfer in die nächste Generation nicht aktiv angehen, ist all die Erfahrung, die unsere Mitarbeiter über Jahrzehnte erworben haben, auf einen Schlag weg, sobald die Kolleginnen und Kollegen den Konzern verlassen.

Wie kann das Unternehmen den Verlust wertvoller Expertise verhindern?

Ich sehe temporäre Doppelbesetzungen als Lösung. Deshalb haben wir in der Ausbildungswerkstatt für technische Berufe ein Modellprojekt angestoßen: Anderthalb Jahre lang arbeitet dort das Kernteam aus drei erfahrenen Mechatronikermeistern ihre neue Ausbilderkollegin ein, bevor ein Mitglied des Teams in Rente geht. Im Tandem durchläuft sie alle Phasen des Ausbildungsjahres, besucht spezielle Kurse für Ausbilder und hat dabei stets einen oder mehrere erfahrene Kollegen an ihrer Seite. So bleibt wertvolles Know-how für die nächste Generation erhalten.

Aus- und Weiterbildung

Engagement für die nächste Generation

Der Flughafen München Konzern ist einer der größten Ausbildungsbetriebe der Region. Schulabsolventen haben die Wahl zwischen 19 verschiedenen Ausbildungs- und dualen Studienrichtungen. Für den Ausbildungsbeginn im Jahr 2019 gingen bei der FMG 1.279 Bewerbungen ein, die dann ein mehrstufiges Auswahlverfahren durchliefen. Zum 1. September 2019 starteten 116 Auszubildende ihre berufliche Laufbahn beim Flughafen München. Damit befanden sich zum Stichtag 31. Dezember konzernweit 303 Jugendliche in der Ausbildung. Gleichzeitig schlossen 48 junge Menschen ihre Ausbildung bei der FMG ab. Die Flughafen München GmbH bildet bedarfsgerecht aus: Alle Absolventen werden in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Ein Onboarding-Programm ermöglicht es den Azubis gleich zu Beginn, Kontakte zu knüpfen, erste Erfahrungen in der Teamarbeit zu sammeln und den Airport-Campus kennenzulernen. Eine weitere Besonderheit des Ausbildungsbetriebs Flughafen ist die intensive fachliche und persönliche Betreuung durch die hauptamtlichen Ausbilder und die circa 250 nebenamtlich tätigen Ausbildungsbeauftragten.

Mit der FMG hinaus in die Welt 2019 besuchten 17 Auszubildende die Partnerflughäfen Athen und Wien.

Daten und Fakten

Die Mitarbeiter

Mitarbeiter Daten & Fakten

93 Schüler und 112 Hochschulpraktikanten erhielten 2019 einen Einblick in die Flughafenwelt und verfassten 12 projektbezogene Bachelor- und Masterarbeiten. In einem zwölfmonatigen Traineeprogramm bereiteten sich Universitätsabsolventen auf das Berufsleben am Airport vor. Das Programm beinhaltet die intensive Vermittlung von Fachwissen und soll darüber hinaus das Verständnis für das komplexe Gesamtsystem Flughafen schärfen. Ein Mentorenprogramm unterstützt die Trainees zudem dabei, ihr eigenes unternehmensweites Netzwerk aufzubauen. Bereits zum elften Mal fand 2019 am Flughafen München außerdem die Orientierungsmesse »Berufsfit« statt, die traditionell vom Arbeitskreis »SchuleWirtschaft« veranstaltet wird. Zu entdecken waren mehr als 60 verschiedene Studienrichtungen und über 150 Ausbildungsmöglichkeiten.

5 Jugendliche gehen in verschiedenen Arbeitskleidungen (Feuerwehrmontur, blaue Latzhose, Alltagsoutfit) in der Flughafenhalle auf die Kamera zu und unterhalten sich dabei
303 Jugendliche machen gerade ihre Ausbildung im Konzern.

Ausgezeichnete Ausbildung

Das Wirtschaftsmagazin »Focus-Money« verlieh dem Flughafen München erneut das Siegel »Deutschlands bester Ausbildungsbetrieb« in der Branche »Verkehr und Transport«. Der Flughafen München wurde 2019 vom Wirtschaftsmagazin »Capital« außerdem für sein hervorragendes Ausbildungsangebot ausgezeichnet. Er erhielt Höchstnoten in den Bereichen Betreuung, Erfolgschancen, Lernen im Betrieb, Ausbildungsmarketing, Digitalisierung und Innovation.

Weltweit vernetzt

Die beliebten internationalen Austauschprogramme fördern die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter und den unternehmerischen Fortschritt des Flughafens München. 2019 besuchten 17 Auszubildende im Rahmen des europäischen Mobilitätsprogramms »Erasmus+« die Partnerflughäfen in Athen oder Wien. Im Gegenzug waren je fünf Auszubildende vom Flughafen Wien und Winterdienstmitarbeiter vom Flughafen Athen in München zu Gast. Am Flughafen Reykjavík-Keflavík vertieften vier Ausbilder der FMG ihr Know-how. 33 ausgewählte Fach- und Führungskräfte knüpften bei einem Aufenthalt an den Airports in Johannesburg sowie Durban (Airports Company South Africa), Denver und am 2019 eröffneten Airport Peking-Daxing Kontakte mit ihren Fachkollegen. Im Gegenzug waren Delegationen anderer Airports, unter anderem aus Bangkok, Singapur und Moskau, in München zu Besuch.

Weiterlesen
munich-airport.de/serviceacademy
munich-airport.de/sister-airports
Storys über die Partnerflughäfen bei Instagram:
@munich_airport
> Highlights > Sister Airports

Daten und Fakten

Sister Airports

Weltkarte mit Sister Airports: Moskau, Peking, Nagoya, Bangkok, Singapur, Südafrika, Denver

Airport Academy: Expertise für Bildung und Training

Der Flughafen München betreibt ein zertifiziertes, konzerneigenes Bildungszentrum mit knapp 50 Beschäftigten. 16.000 Konzernmitarbeiter und externe Kunden besuchten dort an über 38.000 Teilnehmertagen Seminare, vor allem in den Bereichen Personal, Management, Aviation und Security. Die Airport Academy bietet darüber hinaus als akkreditiertes Trainingsinstitut des Airports Council International (ACI) – in Kooperation mit dem internationalen Dachverband der Verkehrsflughäfen – Trainings für ein internationales Publikum an. Über 100 externe CyberSecurity-Spezialisten bildeten sich in zwei unterschiedlichen Seminartypen im Information Security Hub weiter. Im ersten Quartal 2023 soll die Airport Academy auf das Gelände des LabCampus umziehen. Auf einer Bruttogeschossfläche von rund 14.500 Quadratmetern sind großzügige Konferenzbereiche, technisch hochwertig ausgestattete Seminarräume und einige Büroeinheiten geplant. Im Erdgeschoss ist neben flexibel nutzbaren Gastronomiebereichen auch ein zentraler Eventbereich vorgesehen, der Platz für bis zu 500 Gäste bietet.

Visualisierung eines modernen Glas-Komplexes vor strahlend blauem Himmel, rundherum tummeln sich auf einem Vorplatz Menschen
Blick in die Zukunft: So soll die neue Airport Academy aussehen.

Mitarbeiterzufriedenheit und Mitbestimmung

Mitarbeiterbefragung trägt zur Veränderung bei

Der Folgeprozess zur konzernweiten Mitarbeiterbefragung 2017 wurde in den Jahren 2018 und 2019 intensiv betrieben, sowohl dezentral von den Führungskräften in ihren jeweiligen Einheiten als auch zentral in übergreifenden Handlungsfeldern. Die Ergebnisse spiegelten die Verbundenheit und Zufriedenheit der Arbeitnehmer mit dem Flughafen wider – gleichzeitig wurden die Themen »bereichsübergreifende Zusammenarbeit« und »Wahrnehmung der oberen Führung« als Handlungsfelder identifiziert. Nun ermöglichen beispielsweise die gut besuchten »Mitg’redt-Foren« einen offenen Meinungsaustausch zwischen Belegschaft und oberem Führungskreis. Ein weiteres neues Format, die Videoreihe »Ausg’fragt«, macht das Topmanagement nahbarer und gibt Einblick in seinen Arbeitsalltag. 2019 fanden außerdem Feedback-Termine zu den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung mit der FMG-Geschäftsführung statt, bei denen alle Führungskräfte der oberen Leitungsebene ihre Maßnahmen und den jeweiligen Stand der Umsetzung im Folgeprozess vorstellen konnten.

Die nächste Mitarbeiterbefragung ist für das Jahr 2021 geplant.

FMG fördert Mitbestimmung

Die Stimme der Arbeitnehmer ist ein wertvoller Faktor bei Unternehmensentscheidungen. Den Mitarbeitern stehen zahlreiche Möglichkeiten offen, sich in den gesetzlich vorgeschriebenen Gremien oder in anderen Arbeitsgruppen einzubringen: im Aufsichtsrat, in der Jugend- und Auszubildendenvertretung sowie in der Schwerbehindertenvertretung. Die meisten übergreifenden Regelungen im Unternehmen münden in Betriebsvereinbarungen mit dem Betriebsrat der FMG, der derzeit 31 Mitglieder zählt. Die Arbeitnehmervertretung hat in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Arbeitgeber wichtige Betriebsvereinbarungen getroffen, beispielsweise zu Themen wie Wohnraum für Mitarbeiter in der Flughafenregion, Betriebliches Eingliederungsmanagement oder Bereitstellung terminalnaher Parkflächen für Mitarbeiter. Auch das jährliche Mitarbeitergespräch ist in Form einer Betriebsvereinbarung fest in der Unternehmenskultur verankert.

4 »Mitg’redt-Foren« im Jahr 2019 förderten den offenen Diskurs zwischen der Belegschaft und dem oberen Führungskreis.

Übertarifliche Leistungen

Die Flughafen München GmbH ist als Mitglied im Kommunalen Arbeitgeberverband Bayern e.V. an den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gebunden. Die Beschäftigten der FMG erhalten eine betriebliche Altersvorsorge, die tariflich geregelt und über die bayerische Zusatzversorgungskasse für kommunale Arbeitgeber abgedeckt ist. Im April 2019 gab es eine durchschnittliche Tariferhöhung von 3,09 Prozent. Im März 2020 erhielten die Beschäftigten im Schnitt 1,06 Prozent mehr Gehalt. Die Laufzeit des aktuell gültigen Tarifvertrags endet am 31. August 2020. Im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte schafft der Konzern gute Bedingungen für seine Mitarbeiter. Als moderner und familienfreundlicher Arbeitgeber bietet die FMG zahlreiche übertarifliche Zusatzleistungen, beispielweise flexible Arbeitszeiten, Home- und Mobileoffice, eine firmeneigene Kindertagesstätte, einen Fahrtkostenzuschuss, Wohnraum für Mitarbeiter, eine betriebliche Altersvorsorge, eine breite Auswahl an Sport- und Gesundheitsangeboten sowie vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten.

Mitarbeiter mit Tarifverträgen

Anteil der Gesamtbelegschaft in %1

Mitarbeiter mit Tarifverträgen 2017-2019: 96,24 Anteil der Gesamtbelegschaft in %
1 Alle Prozentsätze beziehen sich auf die Summe der Gesamtbeschäftigten inklusive Auszubildenden, geringfügig Beschäftigten, Leiharbeitnehmern und Praktikanten.

Ziel 2020
Wettbewerbsfähige Beschäftigungsbedingungen schaffen, beispielsweise durch Prämien oder die Bereitstellung von Wohnraum

Airports Council International (ACI)
Internationale Vereinigung der Flughafenbetreiber mit Sitz in Montreal. Mitglied des ACI sind mehr als 1.900 Flughäfen in fast allen Ländern weltweit – darunter über 500 Flughäfen in 46 europäischen Ländern im Rahmen des ACI Europe.

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