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Brief der Geschäftsführung

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 1. Januar 2020 habe ich den Vorsitz der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH übernommen – eines gut aufgestellten Unternehmens mit hervorragendem Wachstums- und Entwicklungspotenzial. Mein Ziel ist es, gemeinsam mit meinen Geschäftsführungskollegen und der Belegschaft des einzigen Fünf-Sterne-Flughafens Europas auch künftig Spitzenleistungen zu erbringen. Es heißt, agil zu bleiben, Chancen und Risiken zu erkennen und Veränderungen mitzugestalten.

Dass genau diese Qualitäten bereits wenige Wochen nach meinem Amtsantritt in ungeahnter Weise gefordert sein würden, hat wohl niemand von uns erwartet. Der Coronavirus hat die Luftfahrt in die schwerste Krise der Nachkriegszeit gestürzt. Zum jetzigen Zeitpunkt können wir die Folgen noch nicht vollständig abschätzen, aber wir profitieren nun von der Substanz, die wir in den Jahren zuvor durch den wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb unseres Flughafens geschaffen haben.

Positiver Geschäftsverlauf

Im Jahr 2019, das von der Krise noch nicht getroffen war, stieg das Passagieraufkommen um 1,7 Millionen beziehungsweise um rund vier Prozent auf insgesamt 47,9 Millionen. Damit war München in Deutschland der Flughafenstandort mit dem höchsten Passagierzuwachs. Die Anzahl der Starts und Landungen erhöhte sich um rund ein Prozent auf mehr als 417.000 Flugbewegungen.

Auch wirtschaftlich war der Flughafen München 2019 auf Erfolgskurs: Mit einem Umsatz von rund 1,6 Milliarden Euro haben wir 2019 knapp vier Prozent mehr erlöst als ein Jahr zuvor. Der Gewinn nach Steuern ist um 25 Millionen Euro auf die neue Höchstmarke von rund 175 Millionen Euro angestiegen.

Zusammen mit einer strikten Kosten- und Ausgabensenkung, zu der auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch Stundenabbau und Kurzarbeit einen wesentlichen Beitrag leisten, werden uns die hervorragenden Ergebnisse der vergangenen Jahre dabei helfen, die 2020 durch die Coronapandemie verursachten massiven Verkehrseinbrüche und Ertragsverluste zu überstehen.

»Dass wir 2019 das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erzielt haben, wird uns 2020 dabei helfen, die durch die Coronapandemie verursachten massiven Ertragsverluste zu überstehen.«

Thomas Weyer

Nachhaltig wachsen

Doch auch in einer Zeit, in der uns das Tagesgeschehen in Atem hält, dürfen wir den Blick für das Langfristige nicht verlieren. Für eine möglichst nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens ist mir unsere Klimaschutzstrategie ein besonderes Anliegen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass der Flughafen München auch künftig alle Anstrengungen unternimmt, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Dekarbonisierung ist für mich dabei keine weit entfernte Zukunftsvision, sondern ein konkretes Ziel, für das wir alle möglichen Maßnahmen durchdenken und – sobald sie technisch umsetzbar sind – ergreifen sollten. Spätestens bis zum Jahr 2030 wollen wir damit die CO2-Neutralität erreichen. Außerdem gehört der Flughafen München zu den Erstunterzeichnern der Net-Zero-Carbon-Initiative. Wir wollen die selbst beeinflussbaren CO2-Emissionen beim Betrieb unseres Flughafens spätestens bis zum Jahr 2050 auf Netto-Null absenken.

Jost Lammers in einem dunklen Anzug mit Krawatte vor verschwommener Kulisse in Grautönen
Jost Lammers
Vorsitzender der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor
Andrea Gebbeken in einem dunkelblauen Blazer mit hellblauer Bluse vor verschwommener Kulisse in Grautönen
Andrea Gebbeken
Geschäftsführerin Commercial und Security
Thomas Weyer in einem Dunklen Anzug mit Krawatte vor verschwommener Kulisse in Grautönen
Thomas Weyer
Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur

Auf meiner Agenda ganz oben steht zudem die Verbesserung der landseitigen Verkehrsanbindung. Ob Express-S-Bahn oder ICE-Bahnhof – eine Optimierung der Erreichbarkeit des Flughafens München ist dringend erforderlich und würde zudem unserem Nachhaltigkeitsanspruch Rechnung tragen.

»Erlebnis und Atmosphäre, Online-Verfügbarkeit und vor-Ort-Service: Das Angebotsportfolio im Retail- und Gastronomiebereich soll digitaler, individueller und emotionaler werden, um unsere Kunden optimal zu bedienen.«

Andrea Gebbeken

Zehn Jahre integrierte Berichterstattung

Dieser Anspruch findet nicht zuletzt auch dadurch seinen Ausdruck, dass wir seit nunmehr zehn Jahren integriert berichten und mit der Darstellung finanzieller und nicht-finanzieller Inhalte ein ganzheitliches Bild unseres Unternehmens vermitteln. Unser Jubiläumsbericht mit dem Motto »What a difference« zeigt, wo der Flughafen München den Unterschied macht. Dabei konzentrieren wir uns auf drei zentrale Herausforderungen für die Zukunft: Wir bauen unsere Infrastruktur nachhaltig aus, wir entwickeln Lösungsansätze für die demografische Herausforderung und wir gestalten die digitale Transformation mit.

Wir bleiben in Verbindung

Zum Schluss möchte ich mich – auch im Namen meines Vorgängers Dr. Michael Kerkloh sowie meiner Kollegen Andrea Gebbeken und Thomas Weyer – ganz herzlich bei allen bedanken, die zum erfolgreichen Geschäftsjahr 2019 beigetragen haben: bei den Fluggesellschaften, den Passagieren, unseren Geschäftspartnern, Behördenvertretern, Anteilseignern und ganz besonders bei unseren Mitarbeitern, die mich vom ersten Tag an offen in der Flughafenfamilie aufgenommen haben. Lassen Sie uns gerade in diesen schwierigen Zeiten Verbindung leben und ambitioniert daran arbeiten, dass der Flughafen München weiterhin in vielen Bereichen den Unterschied macht.

Ihr
Jost Lammers

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