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Management

Geprüft durch KPMG

Nachhaltige Unternehmenssteuerung

Der Münchner Airport bekennt sich klar zu seinen ökonomischen, ökologischen und sozialen Verpflichtungen, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Nachhaltiges Wirtschaften ist deshalb ein integraler Bestandteil der Konzernstrategie.

CO2-Neutralität bis 2030 ist eines der strategischen Ziele des Flughafens München.

Wesentlichkeitsprozess: Themen identifizieren und integrieren

Der Flughafen München handelt als »Corporate Citizen« innerhalb der Gesellschaft bewusst verantwortungsvoll und nimmt die Themen und Anliegen seiner Anspruchsgruppen fortlaufend auf. Er begreift den Dialog als Chance, sein unternehmerisches Handeln nachhaltig weiterzuentwickeln. Das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens integriert die Anliegen der Stakeholder in die strategische Planung und in die operative Umsetzung. In einem Wesentlichkeitsprozess identifiziert und priorisiert die FMG die wesentlichen Themen aus Sicht der externen Stakeholder und der Konzernmitarbeiter. Bereits bestehende interne Prozesse und Methoden werden dafür an den internen Strategieprozess gekoppelt. Die FMG hat sich das Ziel gesetzt, die Prozesse, insbesondere hinsichtlich der Einschätzung und Messbarkeit von internen und externen Auswirkungen, kontinuierlich zu verbessern.

  • Sicherheit im Luftverkehr
    • Finanzen: Erhalt der Betriebserlaubnis durch zeitgerechte Erbringung der erforderlichen Nachweise und Dokumentationen
    • Anwendung aktuellster Sicherheitsstandards und Erfahrung bei Umsetzung
    • Ein Höchstmaß an Sicherheit schafft Vertrauen
  • Digitalisierung
    • Digitale Angebote eröffnen neue Geschäftszweige
    • Die digitale Transformation des Flughafens erweitert die unternehmenseigene Expertise
    • Unternehmen leistet Beitrag zu digitalem Fortschritt
  • Kundenorientierung
    • Kundenorientierung schafft bspw. Kaufanreize, erhöht die Kundenbindung und gibt somit positive Impulse auf Wirtschaftlichkeit des Unternehmens
    • Kunden profitieren von einem Angebot, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist
  • Mitarbeiterzufriedenheit
    • Weniger Fehlzeiten
    • Mitarbeiter erfahren Wertschätzung für ihre Leistung, werden auf diese Weise motiviert und an das Unternehmen gebunden
    • Unternehmen wirkt nach außen attraktiv für potenzielle Bewerber
  • Zusammenarbeit mit regionalen Partnern
    • Konzernweite Beschaffung in 132 Warengruppen
    • Kurze Lieferwege tragen dazu bei, Emissionen zu reduzieren
    • Unterstützung der regionalen Wirtschaft und Beitrag zur Wertschöpfung in der Region
  • Bilaterale Kommunikation mit gesell­schaftlichen Anspruchs­gruppen1
    • Positive Wahrnehmung und damit erhöhte Akzeptanz in der Region
  • Chancengleichheit und kulturelle Vielfalt
    • Alle Mitarbeiter werden unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft gleichbehandelt, erhalten gleiche Chancen und Gehälter.
    • Gleichberechtigung und Förderung von Vielfalt am Arbeitsplatz unterstützt Integration in die Gesellschaft
  • Lärmemissionen und Lärmschutz
    • Ansiedlung von lärmarmen Flugzeugen am MUC (zum Beispiel Airbus 350), lärmabhängige Landeentgelte
    • Lärmemissionen belasten die Umwelt
    • Anwohner sind Lärmemissionen ausgesetzt
  • Compliance und Corporate Governance
    • Mitarbeiter werden zu einem verbindlichen Verhaltensrahmen geschult. Dies gibt Handlungssicherheit. Ein elektronisches Hinweisgebersystem steht zur Verfügung.
    • Eine Unternehmensstruktur mit klaren Zuständigkeiten erfüllt die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit nach Transparenz und Verantwortung
  • Nachhaltige Beschaffung
    • Beschaffungsvolumen des Flughafen München Konzerns in Höhe von 753 Millionen Euro
    • Bieter müssen Nachweise über die Einhaltung von Umweltmanagementnormen erbringen, kurze Transportwege bei Geschäftspartnern aus der Region reduzieren CO2-Emissionen
    • Der Flughafen München Konzern wird hauptsächlich von Geschäftspartnern aus der Region beliefert, allein 67% der Unternehmen kommen aus Bayern
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz2
    • Die FMG investiert in die Arbeitssicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter, wodurch die Anzahl der Fehltage und die Kosten gesenkt werden können
    • Die Mitarbeiter profitieren von einem breit angelegten Gesundheitsprogramm
  • Luftverkehrsentwicklung
    • Zuwachs im Luftverkehr am Standort wirkt positiv auf Finanzen
    • Erhalt und Schaffen von Arbeitsplätzen
    • Umweltbelastung steigt durch Zuwachs im Luftverkehr
    • Gesellschaft profitiert von Verbindungen zu zahlreichen Destinationen und der wachsenden Bedeutung des Standorts
  • Weiterbildung und Kompetenzmanagement
    • Weiterbildungskosten (externes Weiterbildungsbudget FMG: 3,2 Millionen EUR)
    • Insgesamt Zuwachs von Know-how im Unternehmen
    • Mitarbeiter vergrößern ihre fachliche Kompetenz
  • Vernetzung der Verkehrsträger
    • Kosten für neue Innovationen
    • Positive Auswirkung auf Know-how durch innovativen Charakter des Projekts
    • Nahtloses Reiseerlebnis
  • Infrastruktur und nachhaltiges Bauen
    • Kosten für Ausbau
    • Einnahmen durch Mieten und Verpachtung
    • Weiterentwicklung des Airport-Campus schafft Attraktivität für Ansiedlung von Unternehmen und Geschäften
    • Belastung der Umwelt gegeben, aber durch nachhaltiges Bauen reduziert
  • Schonender Umgang mit Ressourcen
    • Kostenreduktion durch sparsamen Umgang mit Trinkwasser
    • Investitionen in den Bau von Brauchwasserbrunnen und die Installation von Bodenfiltern zum Schutz des Grundwassers
    • Verringerte Belastung für die Umwelt
    • Vermeiden und Wiederverwerten von Abfall als oberste Priorität
  • Treibhausgas- (CO2) und Luftschadstoffemissionen
    • Umwelt wird durch Betrieb beeinträchtigt, Klimaschutzstrategie führt zu deutlich geringerer Umweltbelastung
    • Reduzierung der Umweltbelastung kommt Anwohnern in der Region zugute
  • Generationenwandel
    • Der Wissenstransfer in die nächste Generation ist von zentraler Bedeutung
    • Jüngere Mitarbeiter profitieren vom Wissen und der Erfahrung ihrer älteren Kollegen
  • Mitarbeitergewinnung und Ausbildung3
    • Unternehmenswissen wird weitergegeben und durch neue Impulse von außen weiterentwickelt
    • Gemeinden und Landkreise in Bayern profitieren vom Beschäftigungsboom am Flughafen
    • Steigende Lebenshaltungskosten durch wachsenden Zuzug in Region
    • Bewerber erhalten Ausbildung und Arbeitsplatz
  • Landseitige Verkehrsanbindung
    • Kosten bei Beteiligung an den Maßnahmen
    • Bessere Anbindung des Flughafens über Straße und Schiene
    • Umweltbelastung steigt durch höheres Verkehrsaufkommen
    • Gesellschaft und Wirtschaft in angrenzenden Städten und Gemeinden profitieren von optimierter Infrastruktur in der Flughafenregion
  • Biodiversität
    • Ökologische Vielfalt wertet die Umgebung naturschutzfachlich auf
    • Gesellschaft profitiert von Umwelt und Natur im Gleichgewicht
  • Off-Campus-Wachstum
    • Gründung der FMG-Tochter MAI (Munich Airport International), die den Geschäftszweig Internationales Consulting mit weltweiten Projekten der FMG-Experten ausbaut
    • Das vorhandene Know-how wird genutzt und durch den Erfahrungszuwachs auch außerhalb des Flughafen-Campus stetig gesteigert.
Bedeutung für interne Stakeholder
  • gering
  • mittel
  • hoch
  • sehr hoch
Bedeutung für externe Stakeholder
  • gering
  • mittel
  • hoch
  • sehr hoch

Bewegen Sie die Maus über die unterschiedlichen Kapitalienicons und klicken Sie auf die Themen innerhalb der Matrix für weitere Informationen.

1 Bis 2018: Kommunikation mit gesellschaftlichen Anspruchsgruppen

2 Bis 2018: Arbeitssicherheit und Gesundheitsmanagement

3 Bis 2018: Ausbildung und Mitarbeitergewinnung

Die konzernweite Wesentlichkeitsanalyse orientiert sich an den Grundsätzen der Global Reporting Initiative (GRI). Sie ist ein bedeutendes Instrument des strategischen Nachhaltigkeitsmanagements. Auf dieser Grundlage kann die Geschäftsführung über zentrale Weichenstellungen für eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns entscheiden.

1. Identifizierung: Die FMG befragt jährlich mit der Veröffentlichung des integrierten Berichts die zentralen Stakeholder-Gruppen sowie das FMG-Management.

2. Priorisierung: Die Ergebnisse dieser Befragung werden in einer Wesentlichkeitsmatrix mit zwei gleichwertigen Achsen dargestellt. Die beiden Achsen bilden die Bedeutung der einzelnen Themen für interne und externe Anspruchsgruppen ab. Diese Themen werden mit den Experten im Unternehmen diskutiert und inhaltlich den strategischen Handlungsfeldern zugeordnet. Zudem finden die Themen Eingang in den Zieleprozess.

3. Validierung: Beim jährlichen strategischen Zieleprozess diskutieren Führungskräfte die relevanten Themen. Außerdem liefert die Stakeholder-Befragung externes Feedback zu den Inhalten des integrierten Berichts. Themenfelder und Ziele werden angepasst, ergänzt oder neu aufgenommen.

4. Implementierung: Zu jedem wesentlichen Thema sind im strategischen Nachhaltigkeitsprogramm konkrete Initiativen und Maßnahmen sowie der Fortschritt bei der Umsetzung für die Erfolgsmessung abgebildet. Führungskräfte des oberen Managements verantworten die Initiativen des Nachhaltigkeitsprogramms, Führungskräfte des mittleren Managements die Umsetzung der zugehörigen Maßnahmen. Abhängig vom Erfolg errechnet sich ihre variable Vergütung. Mit einer internen Managementberichterstattung überprüft die FMG quartalsweise die Zielerreichung und stellt sicher, dass die strategischen Zielsetzungen in der Praxis tatsächlich umgesetzt werden.

Konnektivität zeigen Die wesentlichen Themen der Matrix korrespondieren mit den sechs Kapitalarten.

2019 wurde zusätzlich zum klassischen Wesentlichkeitsprozess die Bedeutung zentraler Themen der nachhaltigen Konzernsteuerung aus Endkundensicht als Teil einer externen Studie erfasst. Neben den bereits im letzten Jahr als sehr hoch priorisierten Themen »Kundenorientierung«, »Sicherheit im Luftverkehr« und »Digitalisierung« stieg 2019 die Bedeutung des Themas »Mitarbeiterzufriedenheit« bei den internen Stakeholdern.

Der Tower des Flughafen Münchens vor einem orange-blau verlaufenden Himmel
Die Befragung der Stakeholder liefert Ansätze für Unternehmensentscheidungen.

Kurz nachgefragt

Das Prinzip Nachhaltigkeit

Dr. Monica Streck lachend vor verschwommener Kulisse in Grautönen
Dr. Monica Streck Leiterin des strategischen Nachhaltigkeitsmanagements

Frau Streck, die neue Nachhaltigkeitsstrategie des ACI (Airports Council International) verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Was daran ist neu für den Flughafen München?

Der Flughafen München verfolgt seit Jahren eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie. Wir identifizieren wesentliche Themen einer nachhaltigen Entwicklung, nehmen sie im Managementprozess auf und setzen sie anschließend um. Neu ist nun, dass auch der Dachverband der europäischen Flughäfen den Begriff der Nachhaltigkeit weiter fasst und zu den ökologischen auch soziale und ökonomische Themen in den Mittelpunkt stellt.

Die neue Nachhaltigkeitsstrategie des ACI bezieht sich ja auch auf die internationalen SDGs der UN. Wie geht denn der Flughafen München damit um?

Auch die Nachhaltigkeitsstrategie des Flughafens München orientiert sich an den UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung. Sie adressiert globale Themen wie Menschenrechte oder nachhaltige Lieferketten, zahlt so auf die internationalen Bemühungen für eine nachhaltige Zukunft ein und mündet schließlich in konkreten Maßnahmen zur Förderung dieser Ziele. So ist das Nachhaltigkeitsprogramm eng verzahnt mit der Erfüllung der zwölf SDGs, die für den Flughafen München als relevant gelten.

Ziele für nachhaltige Entwicklung: zwölf aus 17

Der Flughafen München unterstützt die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen und leistet einen Beitrag zu deren Umsetzung. Die FMG hat zwölf für sie relevante und beeinflussbare SDGs identifiziert, die sie mit ihren strategischen Projekten bis zum Jahr 2030 vorantreiben will.

  • Gesundheit und Wohlergehen

    Bedeutung

    Die FMG hat sich zum Ziel gesetzt, den Arbeitsschutz weiter zu verbessern und dadurch die Unfallereignisse sowie die unfall- und krankheitsbedingten Ausfallzeiten zu reduzieren. Dafür steht dem operativen Arbeitsschutz das neu geschaffene Team Arbeitsschutzmanagement zur Seite.

    Wesentliches Thema

    • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

    Maßnahmen

    • Konzeption eines konzernweiten Maßnahmenprogramms zur systematischen Beurteilung von Gefährdungen durch Gefahrstoffe (EMKG, BAuA)
    • Aufbau einer zentralen Steuerung von Personenqualifikationen, zum Beispiel Konzeption von Unterweisungen für Auslandseinsätze, Konzeption von E-Learning-Modulen für Sicherheitsunterweisungen
    • Robotik: Entwicklung eines Konzepts zur Automatisierung von Prozessen im Bodenverkehrsdienst in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut
    • Verfahren zur Erfassung und Bewertung der Zufriedenheit der Beschäftigten in Bezug auf Arbeits- und Gesundheitsschutz einführen
    • Innovative Hebehilfen in der Gepäckförderanlage des Terminals 1 einsetzen
    • Implementierung zusätzlicher steuerungsrelevanter Kennzahlen, Konzeption und Einführung neues Berichtswesen
  • Hochwertige Bildung

    Bedeutung

    Die Möglichkeit zum kontiniuerlichen Lernen bietet die FMG ihren Mitarbeitern seit Jahren unter anderem durch die flughafeneigene Bildungseinheit Airport Academy. Ziel ist die bedarfsgerechte und gezielte Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung der Mitarbeiter.

    Wesentliches Thema

    • Mitarbeitergewinnung und Ausbildung
    • Kundenorientierung
    • Mitarbeiterzufriedenheit
    • Generationenwandel

    Maßnahmen

    • Konzernweiten kontinuierlichen Verbesserungsprozess (Passagierzufriedenheitsdaten, ASQ, Dialogmanagement etc.) weiterentwickeln, betreiben, überwachen und koordinieren
    • Nachwuchsprogramme und zeitgemäße, bedarfsorientierte Berufsausbildung schaffen
    • Erarbeitung neuer Schulungsmodelle für das Leadership-Excellence-Programm
    • Unterstützung des generationsübergreifenden Wissenstransfers durch Doppelbesetzungen, Weiterbildungsangebote für Beschäftigte mit unterschiedlicher digitaler Affinität
  • Geschlechtergleichheit

    Bedeutung

    Als international ausgerichtetes Unternehmen profitiert der Münchner Airport von der Vielfalt seiner Mitarbeiter. Er respektiert den kulturellen Hintergrund aller Beschäftigten und berücksichtigt deren unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Als Arbeitgeber übernimmt die FMG Verantwortung für ihre Mitarbeiter, sichert Chancengleichheit und bietet Perspektiven auf allen Ebenen. Fester Bestandteil der Personalarbeit ist die Förderung von Frauen in Führungspositionen.

    Wesentliches Thema

    • Chancengleichheit und kulturelle Vielfalt

    Maßnahmen

    • Gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in Führungspositionen im Flughafen München Konzern
  • Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

    Bedeutung

    Ziel des Wassermanagements am Münchner Flughafen ist es, den natürlichen Wasserhaushalt so wenig wie möglich zu beeinflussen und alle Einwirkungen durch Gewässerbewirtschaftung, Entwässerung sowie Trink- und Löschwasserversorgung schonend zu gestalten. Hierzu zählen die Aufbereitung von Enteisungsmitteln und der Umgang mit dem Grundwasser. Das zertifizierte Umweltmanagement belegt die zahlreichen Umweltaktivitäten.

    Wesentliches Thema

    • Schonender Umgang mit Ressourcen

    Maßnahmen

    • Ggf. FMG nach EMAS und DIN EN ISO 14001 rezertifizieren
  • Bezahlbare und saubere Energie

    Bedeutung

    Seit 2008 unternimmt die FMG ambitionierte Schritte, den CO2-Ausstoß von ca. 160.000 t (bezogen auf das Basisjahr 2005) trotz Ausbau und Verkehrswachstum nicht weiter zu erhöhen. Hierzu zählt das Blockheizkraftwerk (BHKW), mit dem der Flughafen mehr als die Hälfte seines Strombedarfs mit umweltfreundlichem Erdgas erzeugt. Auch die verstärkte Nutzung von Fotovoltaikanlagen auf dem Campus hilft dabei, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

    Wesentliches Thema

    • Treibhausgas- und Luftschadstoffkonzentration

    Maßnahmen

    • Beschaffung von Grünstrom für Kunden in Scope 3
    • Ausbau Fotovoltaikanlagen am Flughafen München
    • Konzept zur verstärkten Nutzung von regenerativer Energie aus Fotovoltaikanlagen erarbeiten
    • E-Mobility: Ladeinfrastruktur ausbauen und weitere Elektrofahrzeuge beschaffen
    • Außenbeleuchtung und Vorfeldbefeuerung auf LED-Technologie umrüsten
  • Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

    Bedeutung

    Die Geschäftstätigkeit des Flughafens hat erheblichen Einfluss auf viele verschiedene Bereiche und Akteure: die Wirtschaftsstandorte München, Bayern und Deutschland, die Region und ihre Einwohner, seine Mitarbeiter, aber auch auf die Passagiere sowie die am und um den Flughafen angesiedelten Unternehmen und andere Stakeholder-Gruppen. Übergeordnetes Ziel ist der nachhaltige Betrieb des Flughafens.

    Der Flughafen München ist in den Geschäftsfeldern Aviation, Commercial Activities und Real Estate tätig. Das Leistungsportfolio des Konzerns deckt nahezu alle am Flughafen-Campus verfügbaren Leistungen ab – vom Flugbetrieb über die Passagier- und Frachtabfertigung bis zum Einzelhandel, zum Hotelgewerbe und zur Gastronomie. Ziel ist es, im gesamten Geschäftsmodell sichere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu gewährleisten.

    Wesentliches Thema

    • Compliance und Corporate Governance
    • Infrastrukturentwicklung und Nachhaltiges Bauen
    • Mitarbeiterzufriedenheit
    • Mitarbeitergewinnung und Ausbildung

    Maßnahmen

    • Überprüfung der Menschenrechtsthemen im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte
    • Schaffung bezahlbaren Wohnraums für FMG-Mitarbeiter in Abstimmung mit den Gemeinden der Region
    • Wettbewerbsfähige Beschäftigungsbedingungen schaffen, beispielsweise durch Prämie für das erwirtschaftete Ergebnis oder die Bereitstellung von Wohnraum für Bewerber und Mitarbeiter
    • Mittelfristige Steuerung von zukünftigem Personalbedarf und Ableitung geeigneter Maßnahmen unter Berücksichtigung von Potenzialen aus Digitalisierung und Prozessoptimierung, um trotz Fachkräftemangel und demografiebedingter Austritte erfolgreich und effizient zu bleiben
    • Nutzung neuer Formate im HR-Marketing, beispielsweise bessere Kandidatenansprache und zielgruppenspezifische Recruiting-Kampagnen
  • Industrie, Innovation und Infrastruktur

    Bedeutung

    Die Strategie 2025 zeigt zentrale Themen zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells auf und gibt die Ausrichtung für das zukünftige Wachstum des Flughafens München vor. Die Flughafen München GmbH baut die Flughafeninfrastruktur bedarfsgerecht aus, vernetzt Verkehrsträger miteinander und erweitert das landseitige Verkehrsangebot – immer mit Fokus auf Qualität und die Bedürfnisse der Kunden. Negative Auswirkungen auf die Natur und das Flughafenumland werden so gering wie möglich gehalten, beispielsweise durch umfangreiche Ausgleichs- und Lärmschutzmaßnahmen sowie die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für Mitarbeiter.

    Wesentliches Thema

    • Compliance und Corporate Governance
    • Digitalisierung
    • Seamless Travel
    • Kundenorientierung

    Maßnahmen

    • Neuentwicklung von Innovationen durch Unterstützung aller Konzerneinheiten bei der Marktforschung und Trendbeobachtung, Bewertung und Auswahl sowie Initiierung und Umsetzung von Ideen
    • Buchung der Dienstfahrzeuge via App
    • Entwicklung neuer digitaler Produkte, Services und Dienstleistungen (zum Beispiel Weiterentwicklung Passngr-App, Implementierung von Produkten, Weiterentwicklung des Wi-Fi-Portals)
    • Den konzernweiten kontinuierlichen Verbesserungsprozess (Passagierzufriedenheitsdaten, ASQ, Dialogmanagement etc.) weiterentwickeln, betreiben, überwachen und koordinieren
    • Qualitäts- und Serviceoffensive (5-Star Programm) fortführen und weiterentwickeln
    • Konzeption und Realisierung des Einsatzes neuer Technologien zur Passagierinformation
  • Nachhaltige Städte und Gemeinden

    Bedeutung

    Für den Flughafen München als intermodale Drehscheibe ist eine attraktive und leistungsfähige Anbindung über die Straße und vor allem über die Schiene von großer Bedeutung. Dementsprechend liegt für den Flughafen München das Hauptaugenmerk auf der attraktiven Vernetzung mit dem Personenfernverkehr auf der Schiene beziehungsweise dem intermodalen Zusammenspiel von Schienen- und Luftverkehr.

    Wesentliches Thema

    • Infrastrukturentwicklung und Nachhaltiges Bauen
    • Seamless Travel

    Maßnahmen

    • Erschließung AirSite West & nördliches Bebauungsband
    • Planung Knoten West 0
    • Ausgewählte Gebäude nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifizieren
    • Schaffung bezahlbaren Wohnraums für FMG Mitarbeiter in Abstimmung mit den Gemeinden der Region
    • Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzepts LabCampus und Umsetzung der Baumaßnahmen LabCampus (beispielsweise Airport Academy)
    • Planfeststellungsverfahren Erdinger Ringschluss (Flughafen–Stadt Erding) unterstützen
    • Erdinger Ringschluss: ersten Abschnitt bis Schwaig bauen
    • Projekt Walpertskirchener Spange unterstützen (Planfeststellungsverfahren wurde im März 2019 eingeleitet)
    • Aufbau von Strukturen zur Schaffung einer vernetzten Campus-Mobilität
  • Nachhaltiger Konsum und Produktion

    Bedeutung

    Bei eingesetzten Ressourcen verfolgt der Flughafen München eine Strategie des schonenden, sparsamen und im Sinne kommender Generationen verantwortlichen Umgangs mit natürlichen Ressourcen, wobei das Lieferantenmanagement von großer Bedeutung ist.

    Wesentliches Thema

    • Schonender Umgang mit Ressourcen
    • Nachhaltige Beschaffung

    Maßnahmen

    • FMG nach EMAS und DIN EN ISO 14001 rezertifizieren
    • Weitere Nachhaltigkeitskriterien in das Lieferantenmanagement integrieren
    • Lieferanten/Dienstleister informieren (zum Beispiel Informationsflyer für potenzielle Lieferanten und Dienstleister aus der Region erstellen)
    • Erhebung und Veröffentlichung der FMG-Umsätze in der Region
  • Maßnahmen zum Klimaschutz

    Bedeutung

    Der Flughafen hat seine Klimaziele noch einmal deutlich verschärft: Bis zum Jahr 2030 soll der Airport komplett CO2-neutral betrieben werden. Dazu will der Flughafen München Konzern die ihm direkt zurechenbaren Treibhausgasemissionen durch eine breite Palette technischer Maßnahmen um 60 Prozent senken. Die restlichen 40 Prozent dieser Emissionen sind mit Technik nicht mehr wesentlich zu beeinflussen.

    Wesentliches Thema

    • Treibhausgas- und Luftschadstoffkonzentration
    • Infrastrukturentwicklung und nachhaltiges Bauen

    Maßnahmen

    • Konzeptionierung der Net-Zero-Carbon-Initiative der ACI
    • E-Mobility: Ladeinfrastruktur ausbauen und weitere Elektrofahrzeuge beschaffen
    • Energieeffizienz im Bestand verbessern
    • Neubau eines Konzern-Rechenzentrums unter Berücksichtigung der CO2-Neutralität
  • Leben an Land

    Bedeutung

    Der Flughafen München ist sich als Betreiber einer großen Infrastruktur der Verantwortung für die Umwelt bewusst. Ziel ist es, die Auswirkungen auf die Umwelt und Natur auch im Interesse kommender Generationen so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund war es von Anfang an Ziel des Planungskonzepts, den Flughafen optimal in seine Umgebung einzubetten. Derzeit sind rund zwei Drittel des Geländes innerhalb des Flughafenzauns Grünflächen. Den Flughafenwiesen neben den zwei Start- und Landebahnen kommt eine zentrale Bedeutung beim Erhalt seltener Pflanzen- und Tierarten zu.

    Wesentliches Thema

    • Biodiversität
    • Sicherheit im Luftverkehr

    Maßnahmen

    • Entwicklung und Realisierung eines freiwilligen Schmetterlingsprojekts im Rahmen des Umweltpakts Bayern (Artenhilfsmaßnahmen für ausgewählte Tagfalterarten auf Flächen der FMG entwickeln und umsetzen)
    • Maßnahmen aus dem »Öffentlichkeitskonzept Umwelt« umsetzen, beispielsweise Berichte zu mobilen Messkampagnen (Lärm & Luft), die Veröffentlichung von Broschüren zu Umweltthemen sowie die Teilnahme an BayernTourNatur und Münchner Nacht der Umwelt
    • Durch ein ausgeklügeltes Biotopmanagement möglichen Kollisionen vorbeugen, beispielsweise durch angepasstes Mahd-Konzept
  • Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

    Bedeutung

    Für den Erfolg des Flughafens ist die gute Zusammenarbeit mit der Region unerlässlich. Nur im ständigen Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen ist eine nachhaltige Entwicklung möglich. Aus diesem Grund tauschen wir uns mit unseren Stakeholdern – sei es unternehmensintern oder auf lokaler, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene – kontinuierlich aus. Als verantwortungsvoller Nachbar unterstützt die FMG seit über 20 Jahren verschiedene Einrichtungen und Initiativen in der Region, die möglichst viele Menschen erreichen und nachhaltig wirken.

    Wesentliches Thema

    • Bilaterale Kommunikation mit gesellschaftlichen Anspruchsgruppen
    • Sicherheit im Luftverkehr
    • Zusammenarbeit mit regionalen Partnern

    Maßnahmen

    • Teilnahme an Forschungsarbeiten innerhalb des Flughafenkonsortiums SEAC 2020
    • Lobbyarbeit mit Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und Airports Council International (ACI Europe); Beispiel für die Zusammenarbeit mit ACI Europe: Mitgestaltung der ACI-Nachhaltigkeitsstrategie
    • Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit in München fortführen
    • Persönliche Gespräche mit kommunalen und politischen Vertretern der Flughafenregion führen
    • Regelmäßige Veröffentlichung von Politikbriefen (Themen, Hintergründe)
    • Organisation und Durchführung parlamentarischer Abende
    • Bereits bestehende Sponsoringvereinbarungen weiterführen, neue Projektanfragen auf Basis der FMG - Sponsoringgrundsätze prüfen und intensiven Dialog mit den Sponsoringpartnern fortführen

Konzept des Dialogs für alle zentralen Stakeholder-Gruppen

Die FMG verfolgt ein dreistufiges Konzept des Stakeholder-Dialogs und fördert so Transparenz und gesellschaftliche Akzeptanz. Nur gemeinsam mit allen Anspruchsgruppen kann das Unternehmen kommenden Herausforderungen begegnen.

Konzept des Dialogs für alle zentralen Stakeholder-Gruppen

Qualität macht den Unterschied

Eine anerkannte Stärke des Münchner Airports ist die Qualität der angebotenen Dienstleistungen. Der hohe Standard gilt in allen Bereichen – im Kerngeschäft Aviation genauso wie im Endkundengeschäft und bei internen Prozessen. Das Fünf-Sterne-Niveau zu halten, ist eines der zentralen Unternehmensziele.

Spitzenklasse im weltweiten Vergleich

Der Flughafen München ist der einzige 5-Star-Airport Europas und einer von nur elf Airports weltweit, die dieses Gütesiegel tragen dürfen. Bei den jährlich verliehenen »World Airport Awards« von Skytrax konnte München 2019 erneut den Titel »Bester Flughafen Europas« verteidigen. Er wurde außerdem wiederholt zum besten Flughafen weltweit in der Größenklasse zwischen 40 und 50 Millionen Passagieren gekürt und das Terminal 2 zum drittbesten Terminal der Welt. Auch die Hotellerie ist Weltklasse – so sicherte sich das Hilton Munich Airport 2019 bei den »Best Airport Hotels in Europe« den zweiten Platz sowie den vierten Rang unter den »World’s Best Airport Hotels«. Knapp 14 Millionen Passagiere aus über 100 Ländern beurteilten bei der Befragung 550 internationale Flughäfen und zahlreiche Fluggesellschaften. Bewertungskriterien waren beispielsweise die Freundlichkeit und Kompetenz des Flughafenpersonals, das Einkaufs- und Unterhaltungsangebot sowie die Umsteigemöglichkeiten. Der Flughafen München beteiligt sich als einer von weltweit 356 Flughäfen regelmäßig an der vom internationalen Flughafenverband ACI (Airports Council International) initiierten Umfrage zum Thema Servicequalität. Dadurch kann er sich mit den besten Drehkreuzen in Europa vergleichen. Im Jahr 2019 belegte der Flughafen München erneut den dritten Platz unter den zentraleuropäischen Flughäfen mit über 40 Millionen Passagieren.

5-Star-Airport, M mit 5 Sternen darunter

Das »M« ist auch ein Qualitätssiegel.

Kurz nachgefragt

Die Marke »M«

Andreas Mauer im blauen Anzug blickt freundlich in die Kamera vor verschwommener Kulisse in Grautönen
Andreas Mauer Leiter Markenmanagement und Innovation

Herr Mauer, wo steht die Marke »M« in ihrer Entwicklung?

Die Marke definiert unser Selbstverständnis, die Werte, für die wir einstehen, und eine Haltung, an der wir uns, auch von unseren Kunden, messen lassen wollen. Entsprechend steht die Förderung von Identifikation, Kundenorientierung, Austausch und Zusammenhalt im Konzern im Vordergrund.

Wo sehen Sie noch Entwicklungsbedarf?

Eine Marke ist kein starres Konstrukt, sie muss sich mit dem Konzern, den Erwartungen der Kunden und den Anforderungen von außen weiterentwickeln. Ganz wichtig ist: Das funktioniert nur gemeinsam, mit klarem Fokus und nur wenn wir uns im Unternehmen als ein Team verstehen, wenn wir die Leidenschaft und Begeisterung für den Flughafen spürbar machen und Entscheidungen im Sinne unserer Kunden treffen. »Verbindung leben«, das ist der Kern.

Passagiererlebnisindex (PEI): Qualität messen und Maßnahmen steuern

Die Zufriedenheit der Passagiere ist für den Flughafen München von zentraler Bedeutung. Eine eigens entwickelte Umfrage gibt Aufschluss darüber, wie wohl sich die Passagiere am Flughafen fühlen und wie sie die Dienstleistungs- und Servicequalität wahrnehmen. Der PEI ist als eine der nicht-finanziellen Steuerungsgrößen im Zielesystem des Flughafens etabliert und dient zur Ableitung von Handlungsfeldern, die das Passagiererlebnis nachhaltig verbessern.

Service und Hospitality: Niveau halten und optimieren

Maßgeschneiderte Trainings sowie Workshops zum Themenfeld Service und Hospitality sensibilisieren die operativen Leiter für den Kundenkontakt und betonen ihre Rolle als Botschafter für Servicekultur. Die FMG fördert so das Bewusstsein für Kundenorientierung und die Vorbildrolle innerhalb der Flughafenfamilie. Diese Gemeinschaft umfasst nicht nur den Konzern, sondern auch auf dem Campus ansässige Partner wie beispielsweise die Deutsche Lufthansa AG und am Flughafen tätige Behörden.

Zertifiziertes Qualitätsmanagement: effektive Prozesse schaffen

Das am Flughafen München eingeführte Qualitätsmanagement auf Basis des internationalen Standards DIN EN ISO 9001:2015 schafft Strukturen, die die Bewertung und Verbesserung von Prozessen unterstützen. Durch eine stetige Prozessoptimierung positioniert sich der Flughafen München mit seinen hohen Qualitätsstandards erfolgreich am Markt.

Turbulentes Treiben unter den orangen Dächern des Weihnachts- und Wintermarktes am Flughafen aus der Vogelperspektive
Emotionaler Höhepunkt: der beliebte Weihnachts- und Wintermarkt
Airports Council International (ACI)
Internationale Vereinigung der Flughafenbetreiber mit Sitz in Montreal. Mitglied des ACI sind mehr als 1.900 Flughäfen in fast allen Ländern weltweit – darunter über 500 Flughäfen in 46 europäischen Ländern im Rahmen des ACI Europe.
Global Reporting Initiative (GRI)
Unabhängige Institution, die weltweit anerkannte Richtlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht. Die GRI-Standards schaffen eine gemeinsame Sprache für Organisationen und Stakeholder, durch die die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen von Organisationen kommuniziert und verstanden werden können. Ziel ist neben einer Institutionalisierung der Kommunikation auch eine Vergleichbarkeit der Berichterstattung.

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Stakeholder-Befragung

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